Veröffentlicht am Mo., 1. Feb. 2016 00:00 Uhr

Von Martin Heger, GKR-Vorsitzender


Mit dem neuen Jahr sollte gleich eine neue Tradition in unserer Gemeinde begründet werden: Die jährliche Gemeindeversammlung soll in Zukunft immer am Sonntag nach Epiphanias stattfinden, wie es dann auch am 10. Januar 2016 geschehen ist.

Im Mittelpunkt stand ein Bericht des GKRVorsitzenden über die Geschäftsbereiche Finanzen, Bau und Personal sowie einzelne hervorzuhebende Punkte des vorjährigen Gemeindelebens, eine Vorstellung des gerade Konturen gewinnenden Arbeitsbereichs unseres neuen Diakons Hannes Wolf, sowie ein Bericht von Pfarrer Haak über die Entwicklungen auf den Ebenen des immer noch jungen Kirchenkreises Charlottenburg-Wilmersdorf sowie der Landeskirche.

Dabei wurde auch deutlich, dass wir uns als Gemeinde aufgerufen sehen, uns vor allem im Kirchenkreis aktiv einzubringen, wie etwa 2016 bei dem ersten Kreiskirchenfest, welches aus Anlass des 300. Geburtstags der Luisengemeinde im Juni rund um die Luisenkirche stattfinden wird.

Angedacht ist auch eine Veranstaltungsreihe in verschiedenen Kreis-Gemeinden für das Reformationsjahr 2017.

Leider hat sich nicht alles so entwickelt, wie es zur Zeit des vorausgegangenen Gemeindebriefs zu erwarten schien. So ist der Umbau von Küsterei und Kirchencafé zwar weitergekommen, doch eben noch nicht fertig. Da inzwischen allerdings die Denkmalschutzbehörde endlich – fast eineinhalb Jahre nach den vorbereitenden Gesprächen hierzu – einen Bescheid erlassen hat, führt die natürlich ärgerliche Verzögerung des Endes des Umbaus dazu, dass wir am Ende des Tages immerhin ein genehmigtes Vorhaben fertigstellen können.

Als Jurist freut einen so etwas, wenngleich mich als GKR-Vorsitzender der durch alle möglichen unglücklichen Umstände verursachte Verzug doch auch ärgert. In der Küsterei, die daher vorerst weiter in ihrem Behelfsbüro verbleiben muss, ist es uns gelungen, ab Oktober krankheitsbedingte Vakanzen mittels einer Vertretung durch Frau Levin zu kompensieren; sie wird uns auch 2016 für solche Fälle – wenngleich in etwas kleinerem Stundenumfang – zur Verfügung stehen können.

Positiv aufgenommen wurden die beiden anderen Personalien, die zum 1. Januar 2016 erreichte Entfristung der Stelle von Frau Lusikov, die daher weiterhin Epiphanien als Kirchenmusikerin zur Verfügung steht, sowie die Einstellung von Herrn Wolf als Diakon, der am zweiten Advent feierlich in dieses Amt eingeführt werden konnte.

Die Finanzsituation ist relativ gut. Nachdem die für sich natürlich bedauerlichen Vakanzen vor allem auch im Pfarrerbereich in den Jahren 2013 und 2014 zu einem für uns heute günstigen erheblichen Anwachsen der gemeindlichen Rücklagen geführt haben und auch das Jahr 2015 wohl einen positiven Abschluss finden wird (noch liegt die Abrechnung freilich nicht vor), hat der GKR im Dezember den Haushalt für 2016 beschlossen. Auch dieser weist rechnerisch ein Plus von ca. 40.000 Euro aus.

Die Zahlen für 2015 und 2016 sind dabei bislang vorsichtig gerechnet, so dass denkbare Mehreinnahmen durch höhere Kirchensteuereinnahmen noch gar nicht berücksichtigt sind. Damit sind sowohl die Baukosten für Küsterei und Kirchencafé sowie für die Werkdienstwohnung als auch mögliche Risiken in Form denkbarer Renovierungskosten, etwa für die Orgel sowie Außenhülle und Dach der Kirche, durch Einnahmen bzw. Rücklagen hinreichend gedeckt.

Schließlich wurde in der Gemeindeversammlung noch auf folgende Punkte hingewiesen:

  • Das Ehrenamtlichentreffen im „Schlorrendorfer“, welches unbedingt 2016 eine Wiederholung finden sollte,
  • die unter Pfarrer Haak im Herbst 2014 wieder begonnene Konfirmandenarbeit, die derzeit zwei Jahrgänge parallel umfasst und zu einem Nukleus der zukünftigen Jugendarbeit werden könnte,
  • die Etablierung zweier Konzertreihen unter Federführung von Frau Lusikov bzw. Herrn Wilke und koordiniert durch den Kirchenmusikausschuss,
  • das Engagement für Flüchtlinge nicht nur im Flüchtlingsheim in der Soorstraße,
  • die Etablierung von Glaubenskursen und dazu gehörigen Gesprächskreisen (der nächste Glaubenskurs findet rund um Ostern statt)
  • eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, die neben der regelmäßigen Versendung des Gemeindebriefs auch einen neuen Internetauftritt und vieles mehr umfassen wird (Herr Wolf entwickelt gerade ein entsprechendes Konzept), so dass die Epiphaniengemeinde mit allen ihren Angeboten in Zukunft im gesamten Gemeindegebiet und auch darüber hinaus sichtbar ist.

Dieser Überblick über einige Aktivitäten des Vorjahres zeigt, wie bunt sich das Gemeindeleben in Epiphanien gestaltet.

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