Veröffentlicht am Di., 3. Apr. 2018 16:52 Uhr

Gemälde von Inga Scharf da Silva

Vernissage am Samstag, 07.04.2018, 19:00 Uhr in der Epiphanienkirche.

Um die Malerei von Inga Scharf da Silva zu verstehen, ist es notwendig, über die Meere zu segeln. Über die Meere der Inter-Kontinentalität und der Inter-Religiosität. Die satten Farben spüren den Unterschiedlichkeiten nach, die auch die vielen Wege der Umbanda bestimmen. Diese Religion fand ihren Anfang in Lateinamerika auf brasilianischem Boden am Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie fand ihren Weg über das Meer und bis nach Europa.

Diese Ausstellung zeigt eine Serie an Gemälden, die die Gottheiten der Orixás in ihnen gewidmeten Menschen manifestiert darstellen. Sie verkörpern, so die Künstlerin Inga Scharf da Silva, die ihr innewohnende und eigene spirituelle Kraft.
Die Umbanda entstand durch die Sakralisierung von versklavten Afrikanern und Indianern im kolonialen Brasilien, als die brasilianische Elite nur die Manifestation von spirituellen Wesen akzeptierte, die weiß waren. In der Umbanda wurden alle inte
griert. Diese physische und spirituelle Vielfalt wird durch die Imagination von Inga Scharf da Silva deutlich.

Diese Präsentation steht für Respekt für Unterschiede in den Religionen. Sie eröffnet eine Möglichkeit des Austauschs in einem christlichen Raum, der für Begegnungen einladend ist. Diese sakralen Bilder, die mit eigenen Symbolen und Bedeut
ungen durchsetzt sind, schaffen in der Kirche in uns unsere eigene vielfältige Realität und eine neue Poetik der Wahrnehmung von heiligen Räumen. Sie werden Teil unserer existenziellen Erfahrung, indem wir Wurzeln in uns pflanzen.

Bárbara Cardoso Tenório

Kategorien Ausstellungen