Gemeindekirchenratswahl am 3. November

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich vor

Am 3. November 2019 wird die Hälfte unser Gemeindeleitung neu gewählt. Fünf Plätze gilt es zu besetzen, deshalb hat jede_r Wählende fünf Stimmen zu vergeben. Wir haben unsere 10 Kandidatinnen und Kandidaten gebeten, sich kurz bei Ihnen vorzustellen.
Nutzen Sie Ihre Möglichkeit zur Mitgestaltung und geben Sie Ihre Stimme ab.

Karola Dykiert, Jahrgang 1954

Ich heiße Karola Dykiert, bin 65 Jahre, habe zwei Söhne und vier Enkelkinder. Ich lebe seit sechs Jahren mit dem Mann an meiner Seite in Lichtenrade.

Ich bin seit fast sechs Jahren Mitglied des aktuellen Gemeindekirchenrates.
Seit dieser Zeit habe ich viele Aufgaben in der Gemeinde übernommen.
Ich bin in der Gemeinde sowie im Kirchenkreis im Bauausschuss, habe mich zur Rechnungsprüferin schulen lassen und schaue auch über unser Rechnungswesen, halte Kontakt zum Kirchlichen Verwaltungsamt.
Ich bin Mitglied im Personal- und Finanzausschuss, ich kümmere mich um unsere Anzeigen im Gemeindeblatt. Bei Veranstaltungen bin ich meist für die Organisation zuständig, besonders was die Beköstigung betrifft.
Im Frühjahr dieses Jahres habe ich gemeinsam mit Frau Monika G. einen Handarbeitsnachmittag ins Leben gerufen. Es gibt schon wieder neue Ideen für den Herbst.

Die gewonnenen Erfahrungen möchte ich gerne in einer weiteren Amtsperiode einbringen.

Susanne Greinert, Jahrgang 1957,
Geschäftsführerin für Personal und Soziales bei einem deutschen Nahverkehrsunternehmen

Zu meiner Aufgabe gehört es, Menschen mit ihren verschiedenen Fähigkeiten und Interessen in ihrer Aufgabe zu unterstützen, zu begleiten und zu betreuen. Das läuft nicht immer reibungslos, aber es ist meine Überzeugung, den Alltag positiv und konstruktiv für Menschen und mit Menschen zu gestalten, wenn man ihnen mit Respekt, Wertschätzung und Klarheit begegnet. Diese Haltung zieht sich durch mein Leben und wurde besonders von meiner Mutter geprägt, die Kirchenmusikerin in einer Kirchengemeinde in Niedersachsen war. Dadurch habe ich schon von klein auf das christliche Miteinander und die Gemeindearbeit unmittelbar erlebt.

Als eine meiner möglichen Aufgaben im GKR sehe ich, unterschiedliche Zielgruppen für unsere Kirche zu begeistern, Vielfalt hinein zu bringen und Menschen durch attraktive Angebote in unsere Gemeinde zu integrieren. Sie sollen Epiphanien erleben und sich wohl fühlen.

Denn so erging es mir: Als mein Mann und ich vor knapp 2 Jahren von München in das Westend gezogen sind, hat mich das Angebot des Chores motiviert, am Gemeindeleben teilzunehmen. Seit Januar singe ich im Sopran. Zusätzlich gestalte ich als Laienmusikerin ab und an mit Anna Lusikov, unserer Kirchenmusikerin, den Gottesdienst, einige von Ihnen haben mich vielleicht schon mal flöten gehört. Eines meiner großen Hobbys ist die Musik, ich möchte gern, gemeinsam mit Anna, neue Angebote schaffen, Veranstaltungen organisieren und das Kirchenjahr musikalisch vielfältig bereichern.

Dr. Werner-Dieter Klucke, Jahrgang 1957

Mein Steckbrief: in einem Dorf bei Göttingen geboren, beschult im Bergischen Land in einer Kleinstadt bei Düsseldorf, Student in Düsseldorf, Bonn und Paris, Abschlüsse in Mathematik, Philosophie, Geschichte und Völkerrecht; verheiratet, drei Söhne; seit 1988 als Beamter im Auswärtigen Amt beschäftigt. Seit September 2018 gehöre ich dem derzeitigen GKR an und bewerbe mich um ein fortgesetztes Mandat.

Seit drei Jahren wohnen meine Familie und ich im Sprengel der Epiphaniengemeinde, die uns überaus freundlich aufgenommen hat. Solche Herzlichkeit hatten wir sonst nur in den deutschen Auslandsgemeinden Amman, Oslo, Addis Abeba und zuletzt in Moskau erfahren. Meine Frau, mein jüngster Sohn und ich haben uns daher sehr gerne ins Gemeindeleben eingebracht.

Dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat (1. Petr. 4,10): Dies ist mein Konfirmationsspruch, der wirkmächtig als Motto mein Leben bis heute begleitet hat. Mit Gottes Hilfe und Segen möchte ich meine beruflichen und privaten Erfahrungen und Interessensschwerpunkte gerne weiterhin in die Arbeit des GKR einbringen: Ich schätze die Vielfalt unseres Gemeindelebens, das so viele unterschiedlich denkende und glaubende Menschen zusammenbringt und -hält.  Dies zu bewahren, vielleicht sogar zu vermehren, ist mir wichtig. Ich engagiere mich hauptsächlich beim Gottesdienst und Glaubensfragen. Daneben liegt mir als Historiker die Geschichte unserer Gemeinde am Herzen und berufsbedingt der Kontakt der Gemeinde nach außen.

Dr. Sebastian Lovens-Cronemeyer, Jahrgang 1974

Kirche ist für mich: Heimat. Wir, ihre Mitglieder, sind das Salz der Erde.

1974 geboren und auf eigenen Wunsch in Duisburg getauft, im gemeindlichen Zivildienst durch Wuppertal, im Studium und im ersten Beruf durch Münster, Lüneburg und Hamburg gestromert, bin ich vor 17 Jahren in Berlin angekommen – hier bin ich heimisch geworden und habe geheiratet. Vor zwei Jahren sind wir dann in den Epiphanienkiez gezogen. Hier fühlen wir uns wohl und wollen wir bleiben.

Als Dozent, Rechtsanwalt und Mediator arbeite ich mit Herz, Kopf und Hand. Dabei steht für mich im Zentrum, wie jede:r sich und die eigenen Möglichkeiten entwickeln kann. Christ:innen sind im Werden, nicht im Gewordensein.

Taufe und Abendmahl, die beiden protestantischen Sakramente, sind Geschenk-Angebote: Uns angenommen und aufgehoben zu fühlen, Kraft zu schöpfen – und in die Welt zu gehen. Tut Gutes und redet darüber – und auch: reden wir darüber, was uns Gutes widerfahren ist.

Epiphanien darf sich mit mir jemanden erwarten, der für die Gemeinde auch weltlich einsteht, den lange Sitzungen nicht schrecken, der seine fachliche Kompetenz einbringt, gerne Ideen diskutiert – wenn es geboten ist, auch deutlich.

Der Kirche, ihren Gemeinden und ihre Gemeinschaft stehen Herausforderungen gegenüber, die Kraft benötigen: Abnehmende Mitgliederzahlen, eine immer geringer werdenden kulturelle Bindungskraft typisch-kirchlicher Ausdrucksformen. Kirchensteuerschätzungen. Demografiehorror. Skepsis, ob so etwas wie „Glaube“ den Herausforderungen noch gewachsen sein kann.

Na sicher! Gerade der.

Christa Löwenbrück, Jahrgang 1948

Ich bin Christa Löwenbrück (71), verheiratet, 2 Söhne.

Im christlichen Elternhaus aufgewachsen, war ich immer eng mit der Kirche verbunden. Ich studierte Gemeindepädagogik, war zuständig für die Arbeit mit Kindern in einer Kirchengemeinde in Düsseldorf und erteilte Religionsunterricht an einer Realschule. Nach einigen Semestern Kunststudium machte ich mich selbstständig mit einer Töpferei. In den letzten 13 Jahren meines Berufslebens leitete ich bei einem katholischen Bildungsträger im Saarland Qualifizierungsprojekte für Arbeitslose und Asylbewerber*Innen. Ehrenamtlich engagierte ich mich in der gesamten Zeit in den Kirchengemeinden, in denen mein Mann Pfarrer war. Ich leitete Gruppen, war aktiv in der Kirchenmusik, in der Öffentlichkeitsarbeit, in der Eine-Welt-Arbeit sowie in der Betreuung von Asylbewerber*Innen.

2010 zogen wir nach Berlin. In der Epiphaniengemeinde wurden wir schnell heimisch. Seit 6 Jahren gestalte ich den Gemeindebrief, fertige Flyer, Einladungskarten, Plakate usw. Für den Kirchenkreis erstelle ich das Magazin 60plus.

Als wichtiges Kommunikationsmittel zwischen Kirchengemeinde und Gemeindegliedern hat der Gemeindebrief für mich einen hohen Stellenwert. Wir erreichen mit ihm auch Menschen, die keinen Kontakt zur Kirche (mehr) haben. Um sie gilt es zu werben, ihnen mitzuteilen, dass die Gemeinde nicht nur mit sich selbst beschäftigt ist, sondern sich als Teil der Gesellschaft begreift.

Ich möchte daran mitarbeiten, dass die Epiphaniengemeinde dem Evangelium gemäß als glaubwürdig, offen und tolerant wahrgenommen wird und sich Zukunftsthemen stellt. Das heißt für mich Nachfolge Jesu.

Karen Miericke, Jahrgang 2002

Mein Name ist Karen Miericke und ich bin derzeit 17 Jahre alt. Ich bin schon mein gesamtes Leben Teil von Epiphanien und mein Glaube spielt eine zentrale Rolle in meinem Leben. Da mir meine Verbindung zu Gott sehr wichtig ist, möchte ich auch anderen Menschen helfen mit Gott in Beziehung zu treten und seine Liebe erfahren zu können.

Nach meiner Konfirmation vor zwei Jahren habe ich begonnen die Jugend von Epiphanien bei ihrem Aufbau zu unterstützen. Bald darauf habe ich eine Jugendleiterausbildung absolviert, um zusätzlich als Teamerin beim Konfirmandenunterricht mitzuhelfen, damit ich sie bei ihren Fragen und Unsicherheiten im Glauben besser unterstützen kann. Mittlerweile bin ich Mitglied des Kreisjugendkonvents, bei dem ich mich regelmäßig mit Vertretern von unterschiedlichen jungen Gemeinden treffe und neue Ideen für die Jugend austausche.

Mein Ziel ist es, Jugendlichen zu helfen sich in unserer Gemeinde wohler zu fühlen und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie wahrgenommen und gehört werden.

Mathias Neumann, Jahrgang 1961

Mein Name ist Mathias Neumann, ich bin 58 Jahre alt, habe einen 14jährigen Sohn und wohne unweit von Epiphanien in der Soorstraße, kann mich also noch direkt von den Glocken unserer Kirche zum Gottesdienst rufen lassen.

Vor zwei Jahren fuhr ich mit dem Fahrrad von der Arbeit zur damals neuen Wohnung zurück und blieb am Schaukasten von Epiphanien stehen, um mal zu lesen, wie sich die Gemeinde so darstellt. Ich las eine Einladung zur Kantorei und startete mein Engagement somit als Tenor im Kirchenchor. Dies führte mich in den sonntäglichen Gottesdienst und zu jeder Menge netter, freundlicher und aufgeschlossener Menschen, unter denen ich mich sofort wohl fühlte. Meinen ersten großen Auftritt hatte ich im Krippenspiel von Pfarrer Zeiske zu Weihnachten 2017, seitdem habe ich noch ein paar Mal „vorne“ stehen dürfen und daran viel Freude gehabt.

Neben meiner wöchentlichen Zeit in der Kantorei habe ich mich beim Glaubenskurs und bei der Gestaltung von Gottesdiensten einbringen können. Dies hat mich mit den Gegebenheiten und den Bedürfnissen der Menschen in unserer Kirche vertraut gemacht und mich angeregt, mehr Verantwortung zu übernehmen. Ich bin überzeugt, dass ich meine Gaben nutzbringend einsetzen kann und dass ich Freude daran habe.

Ich habe lange Zeit als Vermessungsingenieur in der Immobilienbranche gearbeitet, dies jedoch vor 8 Jahren zugunsten einer sozial ausgerichteten Tätigkeit aufgegeben. Jetzt arbeite ich bei der Bürgerstiftung Berlin und leite Projekte zur Sprachförderung bei Schul- und Kitakindern. Eine intensive Verbindung zum Glauben habe ich seit ich 18 bin.

Monika Roßteuscher, Jahrgang 1945 

Aufgewachsen in einer großen liberalen evangelischen Familie in der bay. Diaspora. Das Engagement der Eltern und ihrer Freunde hat uns Geschwister geprägt. Studium Linguistik und DaF. Lehrtätigkeit in Italien. Seit 1991 wieder in Berlin. Durch Pfarrer Bings nach Epiphanien gekommen. Aktuelle Schwerpunkte: Dienste im Gottesdienst und bei Konzerten, Teammitglied bei der Seniorenarbeit.  Flüchtlingsarbeit.

Interessen: Frauen in der Kirche, interreligiöser Dialog.

Hobbies: Geschichte, Ökologie, neuere Literatur und Musik, Vernetzung im Kiez. 

 

 

Bernd Schwalbe, Jahrgang 1962

Seit meiner Geburt lebe ich mit kurzer Unterbrechung in Charlottenburg. Seit etwa 13 Jahren gehöre ich zu den regelmäßigen Besuchern des Gottesdienstes der Epiphaniengemeinde und seit fünf Jahren bin Mitglied im Gemeindekirchenrat. Engagiert habe ich mit bei der Lösung so manchen technischen Problems, z.B. im Bereich Beschallung der Kirche. Auch in der Kita konnte ich schon meine Hilfe einbringen. Beruflich arbeite ich im Bereich der Computernetzwerkeinrichtung und -wartung.

Gerne möchte ich als Ältester weiter verantwortlich mitdenken und mittun.

Jordana Wolf, Jahrgang 1990

Mein Name ist Jordana Wolf, ich bin 29 Jahre alt und verheiratet. Ich bin Lehrerin für die Fächer Englisch und Ethik und werde im Januar 2020 mein Referendariat an einem Gymnasium beginnen. Die letzten drei Jahre, bis diesen August, habe ich in einer anderen Gemeinde als Gemeindepädagogin (Schwerpunkt Jugend & Junge Erwachsene) gearbeitet.

Gottes Liebe durfte ich schon in jungen Jahren erfahren, Jesus nachzufolgen und seine Liebe weiterzugeben, ist mir ein Herzensanliegen. Außerdem denke ich leidenschaftlich gerne über Gemeinde nach und bringe mich aktiv ein. Dies liegt auch in der Familie: Mein Großvater war z.B. schon Ältester in einem Gemeindekirchenrat und mein Vater und meine beiden Brüder sind Pastoren.

Seit zwei Jahren bin ich nun Teil von Epiphanien und mich begeistern unsere vielfältigen Angebote. Ich engagiere mich seit Anfang des Jahres hier für die „Junge Erwachsenenarbeit“, den neu gestarteten Abendgottesdienst, sowie die (noch sehr sporadisch stattfindende) Kinderkirche. In diesen Bereichen will ich mich weiterhin schwerpunktmäßig engagieren, bei dem Ausbau helfen und Fragestellungen & Anliegen in den Gemeindekirchenrat einbringen. Dabei ist mir wichtig, generationsübergreifend zu denken und Bewährtes zu bewahren.

Mein Motto: GEMEINSAM Tradition wahren und Neues wagen.

 

Kirche demokratisch mitgestalten

Wahlen zum Gemeindekirchenrat am 3.11.2019

In unserer Landeskirche wählen die Gemeindemitglieder Ende 2019 neue Gemeindekirchenräte, in Berlin am 3. November 2019. In unserer Gemeinde wählen wir alle 3 Jahre die Hälfte der GKR-Mitglieder neu, also 5. Auf Beschluss der Landessynode dürfen Jugendliche ab 14 Jahren wählen.

Kandidieren kann jedes Gemeindemitglied, das „konfirmiert oder in anderer Weise mit den Grundlagen des christlichen Glaubens und des kirchlichen Lebens vertraut gemacht“ wurde und mindestens 16 Jahre alt ist. Die Herabsetzung dieses Alters von bisher 18 Jahren ergibt sich aus einer erstmals anwendbaren Erprobungsklausel im Ältestenwahlgesetz.

Was sind Aufgaben des Gemeindekirchenrates?

Zu den Aufgaben gehören

  • die Förderung der Gemeindegruppen sowie das Zusammenkommen der Gemeinde,

  • die Verantwortung für die schriftgemäße Verkündigung des Evangeliums in Gottesdiensten und Andachten gemeinsam mit der Pfarrerin,

  • die Sorge für ein gedeihliches Miteinander der haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden,

  • die Bewahrung der kirchlichen Gebäude,

  • die Finanzplanung und Vermögensverwaltung.

Was hilft bei der Mitarbeit im Gemeindekirchenrat?

  • Interesse am Wohlergehen der eigenen Kirchengemeinde und viele Ideen.

  • Teamfähigkeit: mit anderen arbeiten, diskutieren und nach Lösungen suchen.

  • Freude auf das Arbeiten in einer demokratischer Struktur.

  • Sachverstand: eigene Fähigkeiten und Kompetenzen einbringen.

  • Lust auf Verantwortung und Einsatzbereitschaft.

Fragen beantworten gerne der GKR-Vorsitzende Uwe Goetze, seine Stellvertreterin Pfarrerin Ramona Rohnstock und alle Ältesten.