Gebet ist Begegnung mit Gott.
Genau diesen Zweck verfolgt Gebet; wir wollen  Gott näher kommen, indem wir ein persönliches Gespräch führen.  Es ist eine Art der „Beziehungsarbeit“, wobei es hier nicht auf „Leistung“ ankommt, sondern nur darauf, sich für die Begegnung Zeit zu nehmen. Wenn wir Ihn um Hilfe bitten, mehr von Ihm verstehen, Ihn kennenlernen wollen, dann lohnt es sich, mit ihm ins Gespräch zu gehen.


Wie bete ich zu einem Gott, den ich nicht sehen kann, den ich nicht in mein Lieblings-Café einladen und nicht nach einem langen Tag umarmen kann?
Hierfür benötigen wir keine Anleitung und müssen uns nicht an verordnete Richtlinien halten. Ein Gebet ist persönlich, wie ein Gespräch mit einem Freund. Es gibt natürlich auch vorformulierte Gebete, die helfen können, die Begegnung mit Gott zu wagen. Mit anderen Menschen gemeinsam beten ist ebenfalls eine Möglichkeit, gemeinsam  Gott zu erleben. Es gilt also generell: eine „richtige“ oder „falsche“ Art zu beten, gibt es  nicht. Wir können mit allem, was uns bewegen, zu Ihm kommen.

In Jeremia 33,3 steht: „Rufe mich an, so will ich dir antworten und will dir kundtun große und unfassbare Dinge, von denen du nichts weißt.“
Und in Matthäus 7,7 lesen wir: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“


Gebet ist im Alltag wertvoll. Es gibt neue Kraft, innere Ruhe und eine Möglichkeit, unseren Dank auszudrücken.

Ein Beispiel für ein Gebet ist das Vater unser.
 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.